Kindergarten

Unsere Leitgedanken und Ziele

Wir sehen das Kind als selbständigen, einmaligen und individuellen Menschen und möchten ihm Raum schaffen, sich angenommen und glücklich zu fühlen. Ganzheitliche, umfassende Förderung steht bei uns im Mittelpunkt, wobei Selbständigkeit und Sozialverhalten unsere Schwerpunkte bilden. Wir arbeiten kindorientiert, partnerschaftlich und wollen Kinder und Eltern als Vertrauensperson ein Stück ihres Lebensweges begleiten. Kinder können in einer vertrauten Atmosphäre andere Kinder treffen, können Kontakte herstellen und sich entsprechend ihrer Fähigkeiten und Interessen entwickeln. Wir beachten die momentane Lebenssituation der Kinder und unterstützen sie in ihren Stärken und Schwächen.

Wir sind ein katholischer Kindergarten, der seinen Auftrag ernst nimmt und sehen es als unsere Aufgabe, Glaubensinhalte kindgerecht zu vermitteln. Wir sind natürlich offen für Kinder aller Religionen, Nationen und Weltanschauungen.

Wir sind offen für die Integration von Kindern mit Behinderung. Unter Integration verstehen wir die gemeinsame Betreuung, Förderung und Bildung von behinderten und nicht behinderten Kindern in unserem Kindergarten, in unserer Kinderkrippe.

Die Kinder werden in festen Stammgruppen betreut – wir arbeiten aber auch gruppenübergreifend, so dass durch die Besuchsmöglichkeiten der Kinder das ganze Haus mit seinen Angeboten bespielt und genutzt werden kann.

Wir stehen für:

  • individuelle, liebevolle Eingewöhnung der Kinder
  • vertrauensvoller, konstanter Beziehungsaufbau zur einzelnen Erzieherin als Grundlage der Entwicklung
  • Gruppenübergreifender Treffpunkt im Haus und Besuchsstunden aller Kinder in anderen Gruppen (mit Begleitkuscheltier)
  • wechselnde Aktionen und Angebote am Vormittag in der altersentsprechenden Kleingruppe oder in der Gesamtgruppe

Vorschulerziehung in der Kath. Kita St. Nikolaus

Das Vorschuljahr beginnt, die bisher „mittleren“ Kinder erlangen den Status des Vorschulkindes.Die Vorschulkinder haben nun in der Gruppe eine besondere Stellung. Sie sind erfahrene und ältere Kindergartenkinder, die Kleinen gegenüber als Vorbilder dienen, aber auch an neuen Herausforderungen und Aufgaben in Richtung Schule wachsen sollen. Auch wenn die vorschulische Erziehung grundsätzlich für jedes Kind bereits in der Krippe beginnt, so hat das letzte Jahr eines Kindes in der Kita einen besonderen Stellenwert.

Ziel ist grundlegend die Weiterentwicklung der bisherigen Kompetenzen und Fertigkeiten aus den Bereichen Motorik, Kognition, soziale Fähigkeiten und emotionale Sicherheit und psychische Stabilität.Unsere Vorschulkinder treffen sich gruppenübergreifend, wöchentlich am Mittwochnachmittag zum sog. „Vorschulprojekt“. Zu Beginn des Jahres geben sich die Kinder in einer Kinderkonferenz einen eigenen Namen. Die Kinder haben im Vorschuljahr ein Mäppchen mit Schere, Kleber und Stiften, mit dem Ziel selbst verantwortlich Ordnung zu halten und die eigenen Arbeitsmaterialien „im Blick zu haben“.

Ziel ist es zudem die Kinder ganzheitlich zu fördern, Ausflüge und Aktionen zu gestalten und Vorfreude und Selbstbewusstsein in Hinblick auf die Schule zu entwickeln und vor allem Freundschaften zu festigen und„Vor-Schulgemeinschaft“ erlebbar zu machen.

Dazu gehören zum Beispiel:

  • Verkehrserziehung in Zusammenarbeit mit den Verkehrserziehern der Polizei
  • Museumspäd. Angebot an der Festung Marienberg
  • Rund um Zahlen und Mengen/Besuch einer Bank
  • Sprachspiele nach dem „Würzburger Trainingsprogram“
  • Besuch bei der Feuerwehr
  • Theaterbesuch
  • Haus-Rallye
  • Kreative Kleingruppenarbeit
  •  usw.

Als Höhepunkt findet ein gemeinsamer Ausflug und das Große Abschlussfest mit Gottesdienst an einem Freitagabend im Juli statt.

Zur Vorbereitung auf die Schule nehmen unsere 5 – 6jährigen Kinder auch an Angeboten und Herausforderungen im Alltag der eigenen Gruppe teil. Altersentsprechendes, zeitintensiveres Spiel und Fördermaterial zum Ausprobieren und Entdecken steht zur Verfügung.

Im Januar bietet die Gruppenerzieherin ein Entwicklungsgespräch mit den Vorschuleltern an, um den Stand in der Vorschulgruppe und die Entwicklung im Hinblick auf die Einschulung zu besprechen.

Wichtig ist zudem die Kooperation mit der Grundschule, um einen gelungenen, fließenden Übergang für die Kinder gestalten zu können. Dazu wird beim ersten Kooperationstreff ein Koop-Kalender mit wichtigen Aktionen für die Übergangszeit festgelegt.Es geht dabei nicht allein um die Förderung konzentrativer Fähigkeiten, sondern in gleichem Maße um die Stärkung des Selbstbewusstseins, der Selbstständigkeit und der sog. „emotionalen Intelligenz“.Dazu zählt Konfliktverarbeitung, Lösungsstrategien entwickeln, Frustrationstoleranz und Selbstregulation, Motivation und Empathie.

Unser Vorschulkonzept wird allen Eltern zu Beginn des Kitajahres im Rahmen eines gemeinsamen Elternabend durch eine PowerPoint Präsentation anhand praktischer Beispiele erläutert.Ziel unserer Vorschularbeit ist es, selbstständige, offene und gemeinschaftsfähige Kinder nach einer schönen, intensiven Kindergartenzeit als gestärkte Persönlichkeiten in die Schule zu entlassen.

Einsatz von Tablets in jeder Gruppe im Rahmen der Medienerziehung

Digitale Medien gehören inzwischen zur täglichen Lebenswelt der Kinder und haben in Form eines Tablets in jeder Gruppe auch bei uns im Jahr 2020 ihren Einzug gehalten. Das Tablet soll im Rahmen der Medienerziehung so selbstverständlich dazugehören wie das Buch und der CD-Player.

Für Kinder ist es am allerwichtigsten selbst Erfahrungen mit allen Sinnen in der realen Welt zu machen. Niemals sollen oder können Medien diese prägenden, eindrücklichen und schönen Aktivitäten ersetzen. Ganzheitliches Erleben ist immer vorzuziehen und prägt sich in der kindlichen Entwicklung viel stärker aus.

Es geht uns vielmehr darum mit dem Medium „Tablet“ die Themen der Kinder, der Gruppe zu erweitern und zu unterstützen.

Dabei erleben die Kinder, dass das Tablet, selbstverständlich nur im Beisein der Erzieherin, zielgerichtet, zeitlich begrenzt und wissenserweiternd eingesetzt und genutzt werden kann. Das gemeinsame, soziale Miteinander im austauschen, diskutieren und entdecken ist dabei ein wichtiger Aspekt, der gefördert wird und gewollt ist.

Es fördert zudem die lernmethodische Kompetenz, indem die Kinder neben den anderen Informationsquellen (Bücher von zuhause, Opa einladen, Ausflüge usw.) auch das Tablet als weitere interessante Infoquelle kennenlernen und selbstverständlich nutzen lernen.

Ein Tablet ist ein kleiner, transportabler Computer, der in der Bildungsarbeit in den Gruppen einfach das jeweilige Thema unterstützt. Das Tablet wird den Kindern nicht selbstständig überlassen, sondern gezielt in der Großgruppe, bzw. im Besonderen in der Kleingruppenarbeit, eingesetzt. Das Tablet steht zur Verfügung als Infoquelle, um sich z.B. zum Thema „Fledermäuse“:

  • Die spezifischen Geräusche der Tiere anzuhören (verbunden mit dem Lautsprecher)
  • Die Fledermäuse beim Flug und Schlafen zu beobachten
  • Die unterschiedlichen Arten zu betrachten
  • Ein Bilderbuch über Fledermäuse anzuschauen
  • Gemeinsam eine Bastelidee zu finden
  • Und vieles mehr

Es geht darum, Kindern zu zeigen, dass dieses Medium für unterschiedliche Zwecke nützlich ist und sie so in einem beschützten Rahmen mit der digitalen Welt vertraut werden.Die Krippengruppen benutzen das Tablet beispielsweise, um nach einem Spaziergang durch Fotos markante, interessante Sachen aus der Natur nach zu besprechen und noch genauer anzuschauen.